Kuniklo - Tiere
Die niedlichen Kuniklos sind Hasen-artige Grasland-bewohnende Grasfresser und heimisch nicht nur in Jadena auf Ysatinga, von wo auch der Name stammt. Mit ihren langen Ohren hören sie Feinde und Raubtiere der Wälder schon von weitem. Mit den Hinterpfoten klopfen sie Signale an andere ihrer Art.
Kuniklos und Hasen sind austauschbar verwandt. Das wird auch daran ersichtlich, dass die Rotkaninchen manchmal als „Wollschwanzhasen“ bezeichnet werden. Kuniklos werden im Handel als Quelle für Kaninfelle gehandelt. Generell sind Kuniklos durch eine hohe Fruchtbarkeitsrate gekennzeichnet. Mehrmals im Jahr kann das Weibchen Nachwuchs zur Welt bringen, die Tragzeit beträgt rund 25 bis 50 Tage, die Wurfgrösse liegt bei durchschnittlich zwei bis acht, manchmal auch bis zu fünfzehn Jungen. Die Jungen eines Wurfes werden in der Jägersprache als „Satz“ bezeichnet.
Manche Kulturen sehen Kuniklo als Heilige Tiere der Jaffna als Boten des Frühlings, andere wegen der Fruchtbarkeit der männlichen Kuniklos als dem Chnum nahe. Der Kuniklomond ist der erste Mond nach den Traumtagen zum Jahresbeginn. Das Kuniklojahr, das Jahr des Hasen, soll dem Grasorakel zufolge das Jahr 455 n.P. werden.
Redewendungen
- „Wo Fuchs und Kuniklo sich Gute Nacht sagen“, muss es sich um einen sehr abgelegenen, einsamen Ort handeln.
- „So läuft das Kuniklo“ bedeutet im übertragenen Sinne, dass man die komplizierten Haken des fliehenden Kuniklo nachvollziehen kann.
- „Da liegt das Kuniklo im Pfeffer“. Diese bereits im Altertum verbürgte Redewendung drückt aus, dass man die wahre Ursache oder den entscheidenden Punkt einer Sache verstanden hat. Hintergrund ist vermutlich, dass die kleinen, nicht filetierbaren Fleischstücke des Kuniklo in einer scharfen Brühe, dem sogenannten Kuniklopfeffer, zubereitet wurden und nicht auf den ersten Blick als Bestandteile des Kuniklo erkennbar waren. Möglicherweise geht es aber auch darum, dass das versteckte Kuniklo, wenn es im Kuniklopfeffer liegt, eindeutig erlegt (und somit sein Verbleib geklärt) ist.