Mitten am grünen Meer liegen die fruchtbaren Wiesen des kleinen Priesterfürstentum Antam. Einzig ein als Hylarplateau bekanntes Felsplateau ragt aus der Grasebene heraus und bietet so einen natürlichen Schutz für den großen Tempel von Chnum-Antam. Obwohl die ländliche Atmosphäre auf Metropolbürger aus Chalkis, Helion oder gar Belfalas abschreckend wirken mag, wissen die Einwohner ihr einfaches Leben voll von Traditionen und Werten im Glauben an den Göttervater Chnum zu schätzen.
Geografie
Detailkarte des Priesterfürstentums Antam im Jahr der Stäbe. Mithilfe von Inkarnate erstellt.
Antam liegt seit jeher in direkter Nachbarschaft zu mehreren Reichen. Im Machairas grenzt es an das Königinnenreich Karalo-Floran, im Ophis an das sich durch einen mehrere Hundert Meilen langen Wall abgrenzende Am'y Syrren. Bei starken Winden werden die Waldgeräusche des Mannar aus dem Phialae, und das Meeresrauschen des Golf von Hybria aus dem Peristera ins Land getragen.
Die Küste von Antam
Die Grasebene
Diese das Priesterfürstentum mehrheitlich bestimmende Landschaft ist für weite Felder und grüne Weidewiesen bekannt. auf Mehrheit der weiten Felder und grünen Weidewiesen des Priesterfürstentums sind in der
Das Grasmeer
Nicht mit der Grasebene zu verwechseln ist das Grasmeer. Vom Hylarplateau auf der einen und dem Mysfa auf der anderen Seite umgeben, ist diese Landschaft durch meterhohes Gras geprägt. Die dort heimische Flora und Fauna ist auf eine recht eigensinnige Art und Weise feindseelig, was wohl auch erklärt warum im Grasmeer kaum Singvögel zu hören sind.
Das Hylarplateau
Die Unterwelt
Bevölkerung
Während sich in Chnum-Antam und Hybria gerüchteweise nicht nur Menschen aus den unterschiedlichsten Ecken Karcanons finden lassen, besteht die Landbevölkerung Antams vorallem aus traditionellen Familien mit helionischen, karalischen oder auch xyarischen Wurzeln. Diese Bevölkerungsgruppen führen in den ländlichen Dörfern einen oft erbitterten, aber selten blutigen Kampf um regionalen Einfluss.
Die "Wylden" - Aus der Innenwelt nach Weinfelden
Dieses Volk von menschengroßen Humanoiden scheint sich zum Jahr der Schmetterlinge 441 n.P. aus Nebenan, dem Reich Orphals in das Dorf Weinfelden gerettet zu haben. Im Jahr der Stäbe haben sich die etwa drei Dutzend “Wylden” (wie sie zuerst von einem umherziehenden Chnumiten genannt wurden) um ihren Ältesten Baati gruppiert und gut in die bestehenden Strukturen des Priesterfürstentums integriert. Sie sind besonders gefragt als Hilfskräfte im Weinbau, finden aber zumindest in der roten Zunft problemlos auch andere Anstellungen. Vereinzelte Wylde folgen bereits lokalen Bräuchen wie dem Mündigkeitsjahr oder schließen sich bestehenden Tugendkreisen an.
Die Mannari - Rückkehrende aus dem Wald von Mannar
Im Jahr der Schmetterlinge 441 n.P. häuften sich ungewöhnliche Berichte aus dem Vor-Mannar, den vergleichsweise friedlichen Ausläufern des wilden Waldes im Priesterfürstentum Antam. In diesen wurde vom gehäuften Auftauchen von Humanoiden mit Elfenohren und irisierenden Hautpartien berichtet, die allesamt unter einer Form von Gedächtnisverlust zu leiden scheinen. Eine flächendeckende Untersuchung der grob 200 offiziell bekannten Betroffenen zeigte schnell, dass die irisierenden Hautpartien wohl auf verheiltes Wundgewebe ehemaliger Verletzungen zurückzuführen sind. Die Herkunft der Verletzungen blieb vorerst ebenso rätselhaft wie die Tatsache, dass jede betroffene Person in einem fädrigen Kokon zu Bewusstsein gekommen ist.
Dies änderte sich, als im Jahr des Blutes das große Haus des Baal-Ankhta entsiegelt wurde. Nach Meinung einiger Unterirdischer handelt es sich bei den “Mannari” nämlich um Ausgestoßene aus der Unterwelt - eingesponnen von Weberameisen . Wer sie in den Wald von Mannar verschleppt hat, bleibt jedoch vorerst ein noch zu lüftendes Geheimnis. Die meisten von ihnen sind jedenfalls in die Unterwelt zurückgekehrt und suchen dort nach ihrer zurückgelassenen Lebensgeschichte.
Die Rhodayi - Das Flussvolk der Rhod
Die Rhodayi, von anderen Einwohnern Antams gelegentlich als "Flussmenschen" bezeichnet, stehen im zweifelhaften Ruf der Gesetzlosigkeit. Augenscheinlich interessieren sie traditionelle Herrschaftsstrukturen nicht. Stattdessen legen sie großen Wert auf ihre familiären Bande, die Gerüchten zufolge nicht rein menschlich sind. Rhodayi bewegen sich meist in "Familien" von kaum mehr als 30 Personen, denen jeweils ein Oberhaupt vorsteht. Wichtige Entscheidungen werden getroffen, indem sich dieses Oberhaupt mit dem ältesten und dem erfahrensten Mitglied berät. Erfahrung bezieht sich hierbei auf das Manövrieren auf der Rhod.
Die helionische Urbevölkerung - Auf der Suche nach ihrem Erbe
Die Karanen - In ungewohnter Diaspora
Einige Familien aus den Reihen des stolzen Muttervolks des Nachbarn Karalo-Floran haben sich nach den unruhigen Zeiten der 410er Jahre insbesondere im Grenzland zur Festung Edueriva niedergelassen. Im Umfeld des später erbauten Kapitelhaus der chnumgläubigen Familien führen sie ein einfaches Leben im Glauben an den Göttervater. Das Kapitelhaus selbst dient ihren Verwandten aus Karalo-Floran zur abwechslungsreichen Erholung und chnumreligiöser Kurzweil. Der in Antam gelehrte helionische Ritus gleicht hierbei jedoch eher den Lehren Zewaratts als denen des B.
Die Xyaren - Das Volk der ewigen Reise
Auch Vertreter des zweiten großen Volks von Karalo-Floran sind vereinzelt in Antam anzutreffen; Die Xyaren, das Wagen- und vor allem Reitervolk zieht in kleinen Verbünden durch die Grasebene von Antam. Sie werden meist als Aushilfskräfte beschäftigt und bilden sowohl auf dem Land als auch in den Städtischen Gassen Hybrias eher den Bodensatz der Gesellschaft. Schließlich sind Reisende leicht zu ersetzen und schnell vergessen, sobald sie wieder von dannen ziehen. Die fast vergessene Sprache des Alt-Xyarisch mahnt in ihrer auffälligen Ähnlichkeit zu den Dialekten Kezunseas jedoch dazu, nicht gleich jede Weisheit aus den Zelten und Wägen der Xyaren als Gewäsch zu verwerfen. Einige ihrer Überlieferungen mag ein wahrer Kern oder gar nützliche Informationen innewohnen. Auch dann, wenn sie vorzugsweise im Rauschzustand mit Fremden geteilt werden.
Politik
Herrscher des Priesterfürstentum ist der Hohepriester Galen Hylar. Dieser residiert gemeinsam mit dem Rest der Regierung im großen Tempel Chnum-Antam. Neben der im Jahr der Ratte zur Stadt ausgebauten Hybria ist dies der Einzige Ort an dem ein öffentlich-politisches Leben stattfindet, da man in den Dörfern meist mehr mit Tavernendisputen als mit Reichspolitik beschäftigt ist. Vor der Vergabe Aydias als kaiserliches Lehen an Jelantha ni Kjerta war auch der Stadtstaat an der Grenze zu Amzonien Teil der Strategie Antam, als dessen Nachfolgereich sich das Priesterfürstentum versteht. Seither herrscht vorsichtig formuliert diplomatische Kälte zwischen dem Priesterfürstentum und Amzonien.
Innenpolitik [Stand 446]
Außenpolitik [Stand 446]
In Vertretung des Priesterfürsten weilt Netor Hylar als dessen Horn in der Kaiserstadt Chalkis, während Syriam Eichenlaub im Tempelpalast der Morgenröte die gemeinsamen Kinder hütet. Zudem beaufsichtigt sie die im Zunftrat ausgerufenen Weidejahre.
Antam ist ein Teilreich des Kaiserreichs Karcanon und Mitglied im Bund der Chnumgläubigen. Es ist Anwärter auf eine Mitgliedschaft im Bund der Blumen.
Traditionell ist es freundschaftlich mit dem Priesterfürstentum Haldorn auf der Insel Rillanon verbunden. Nicäa Hybros sitzt als Vertreterin des Gmernon von Helion für die Gilde der Schiffsbauer von Helion und Antam im Rat der Zünfte.
Antam und Silur - Buchenpolitik
Auf dem Weg zu den Verhandlungen von Chnumia führten Galen Hylar und Ragall von Silur so manches Gespräch - Eines davon unter einer Buche. Als Priesterfürsten von Kleinreichen im Kaiserreich Karcanon teilen beide Reiche eine ähnliche Ausgangslage für ihr Wirken im kaiserlichen Rat.
Bündnisse Antams: Bund der Chnumgläubigen, Kaiserreich Karcanon und der Bund der Blumen
Orte und Sehenswürdigkeiten
Städte von Antam
Dörfer von Antam
- Dreifelden
- Staurosfurt
- Boas
- Helionskamm
- Klein-Hornheim
- Groß-Hornheim
- Salzstätt
- Bockdorf
- Rilian
- Schieferstätt
- Weinfelden
- Artaur
- Sonnspalt
- Funkenheim
- Khaldun
- Hristowehr
- Die Weinfelder von Weinfelden
- Die Schieferbrüche von Schieferstätt
- Der Ringplatz von Artaur
- Das Institut der Zünfte in Rilian
- Das Haus des Rauches in Hybria
- Der Rosenwall an der Grenze zu Amzonien
Tempel und Ordenshäuser
- Chnum-Antam - Großer Chnumtempel im Herzen von Antam
- Chnums Licht - Wallfahrtsstätte zwischen Hybria und Chnum-Antam
- Tempel der sieben Pfade - Kleiner Chnumtempel im Hylarplateau - Oberpriester: Netor Hylar
- Linker Horntempel - Kleiner Chnumtempel zu Klein-Hornheim
- Rechter Horntempel - Kleiner Chnumtempel zu Groß-Hornheim
- Kapitelhaus der chnumgläubigen Familien - Kloster für Exerzitien der chnumgläubigen Familien Karalo-Florans
- Ordenshaus Rosenwidder - Chnumkloster, welches sich mit der Pflege und Anlegung des Rosenwalls auseinandersetzt
- Academia Helionicae: Priesterseminar Sieben Siegel zu Chnum-Antam - Ausbildungsstätte der Chnumreligion
Wälder von Antam
- Hnumforst
- Schomerona
- Vave
- Mysfa
- Kheros
- Mannar (Antam)
Flüsse von Antam
- Rhod
- Anthos
- Khalos
Kultur und Brauchtum
Feiertage
- Hornfest: 1.Chnumdago im Widdermond
- Mündigkeitsfeier: 1.Bordago im Wolfsmond
- Erntefeier: jeweils die letzte Woche im Dachs und Widdermond
- Eröffnung des Wollmarkts von Chnum-Antam: 1.Traumtag
- Tag des Kusses:
- Moosschnapperhatz: Neunter Tag im Eulenmond
Literatur
- Widderstand
- Hornruf
- Die Abenteuer von Heros Hasenhorn
- Vom tapferen Schäfer Kutvos
- Von der Hörnerzahl des goldenen Widders
- Der Salzrebell
- Ursprung und Nutzen der Mannariglyphen
- Lehrlingsmund
- Im Morgengrauen
- Hinterhalt
- Masken fasten
- Der Bauer und der Schmied
- Schlaflied der Buka Boos
- Im Wald von Mannar
- Pat Borngart
- Im fremden Ehebett
- Das Weib der grünen See
- Liebster Hopfen, goldner Tropfen
- Testament
- "Chronologie der Purpurnen Bruderschaft und ihrer Schlachten" (nach Olybian d.Ä,)
- Dörfer in Antam
- Widder und Ratte