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Vasarya - HST

HST-Silhouette

Hauptstadt des Reiches Andalon im Altertum um 4900 v.P.. Eine Metropole mit wohl über 100.000 Einwohner*innen.

Der abgebildete Stadtplan, nicht erhalten aus dieser fernen Vergangenheit, ist eine spätere Rekonstruktion anhand von gefundenen Inschriften und überlieferten Berichten.

Vasarya hatte demnach zwei Hafen, den einfachen Lehmhafen, mit gebrannten gelben Lehmziegeln für die Wege und gestampftem Lehm für die Zwischenbereiche, sowie auf der anderen Flussseite den Steinhafen, wo gefährliche Güter, etwa alchemistische Zutaten, ein- und ausgeladen und zum Teil direkt verarbeitet wurden.

Stadt mit zwei Häfen und einer Stadtburg

Die anderen Stadtsechstel waren der Markt-Bezirk, mit dem grossen zentralen Marktplatz unweit des Tors der Feste und kleineren Märkten und vielen festen Läden und Lagerhallen, und gegenüber, auf der anderen Seite des Stadtplatzes, wo das Gerichts- und Rathaus und die grosse Statue (vermutlich der jeweils aktuellen Herrscherin des Reiches, vielleicht auch des Reichsgründers Lusral) waren, liegt der Bezirk Knochenmühle, das ärmere Sechstel, wo alle leben und viele arbeiten, die schwere handwerkliche Arbeiten zu verrichten haben und ihre eigenen Knochen zum Gewinne anderer schinden.

Der Reichtum Vasaryas findet sich dafür im Purpurblütenbezirk, wo auch die "Schule der Töchter der Höheren Magie" zu finden ist. Quelle des Reichtums ist anders als im Markt-Bezirk weniger die eigene Arbeit als vielmehr das Blut, die Abstammung und Herkunft, der Adel, mit dem immer auch eine mindestens geringe Befähigung zur Magie einher ging. Es finden sich im Purpurblütenbezirk aber auch diejenigen, die ihnen unmittelbar zuarbeiten, also auch Wohnungen all ihres Dienstpersonals und ihrer Wachen.

Das sechste Stadtsechstel der Metropole Vasarya ist der ausladende Mondhügel-Bezirk, der sich vom Himmelstempel entlang der ganzen, den Häfen gegenüberliegenden Stadtmauer erstreckt haben muss, natürlich höher gelegen, wie der Name andeutet, während die auch höher liegende Feste wohl auf einem künstlich aufgeschichteten Hügel errichtet worden war.
Im Mondhügelbezirk fanden sich die Dichterinnen und Denkerinnen, die Priesterinnen des Himmels, also von Welt, Mond und Sternen - die Mondin Grewia und die Sternenfrau Jaffna wurden ebenso wie die Frau Welt in einem Apfelbaum, die Göttin Parana, im Himmelstempel gemeinsam und in vielen Schreinen des Bezirks unter ihren verschiedenen Aspekten einzeln verehrt. Der Himmelstempel muss innen von von einem dunklen Blau mit vielen Lichtern, welche auch Konstellationen und Konjunktionen darstellten, geprägt gewesen sein.

Der Lichttempel dagegen, angrenzend an die Feste, ehrte Chnum als Lichtsonne und Dena als Lichtmond und war von strahlendem weiss und Gold geprägt, innen wie aussen. Vom Ende des Piers am Hafen führte die Goldgelbe Ziegelstrasse zum Lichttempel und weiter bis zum Lichtturm der Feste, in dem für alle in der Stadt sichtbar das Ewige Feuer brannnte. Nur Priester*innen und auserwählte Streiter der Gottheiten wurden durch das kleine Tor im Lichtturm in die Feste eingelassen, der Haupteingang war an der Strasse des Rechts, die vom Gerichts- und Ratshaus, wo die Angelegenheiten der Metropole geregelt wurden, an der Statue Lusráls vorbei auf die beiden Torburgen der Feste zu.
In der Feste wiederum wurde über die Angelegenheiten des ganzen Reiches entschieden, das weit über Vasarya hinaus bis zu den fernsten Inseln reichte.

Die Ausmasse Vasaryas waren gewaltig, auch weil die wohl meist mit Ziegeln und Holz aufgebauten Häuser selten mehr als drei nach oben schmaler werdende Stockwerke aufwiesen. Von einer Seite der Metropole zur anderen war man zu Fuss mehrere Stunden unterwegs, natürlich auch weil die Strassen selten leer und oft dicht bevölkert waren und es galt, den meist von Menschen gezogenen Wagen und geschobenen einrädrigen Karren und den seltenen Ochsengespannen auszuweichen.
Auch nach der Fertigstellung der Grossen Stadtmauer kamen noch Menschen, von der Metropole und ihren Möglichkeiten angezogen, aber nicht alle fanden einen Platz in der Stadt und unter dem Stadtrecht. So entstanden vor allem zwei grosse Siedlungen direkt angrenzend an Vasaryas Mauern: Das geordnete Waldbrücken, zwischen dem Fluss und dem Waldtor der Stadt, wo sich auch ein Grossteil der Holzverarbeitenden Betriebe und der Holzhändler ansiedelte, die mit dem über die Waldstrasse und die Waldbrücke nach Waldbrücken angelieferten Holz für die immer hungrige Metropole befassten.
Weniger geoprdnet waren die Zustände in Aussenstall. Zunächst eine Notlösung für Reittiere, die auch wegen ihrer Gefährlichkeit oder wegen der Enge der Metropole nicht in die Stadt gelassen wurden, oder Kutschtiere der Personenbeförderung, entstanden hier wohl auch bald Herbergen für Reisende, etwa für Pilgernde zum Mondhügelbezirk und nach und nach auch selbstgebaute Unterkünfte füer all jene, die dauerhaft nicht das Geld für einen Aufenthalt in der Metropole hatten und in Hütten und Zelten und Notunterkünften hausten, gelegentlich besucht und gepflegt von der Laienpriesterschaft des Himmelstempels, der sich um die "Einheimischen Fremden" kümmerte, während der Lichttempel für die über den Fluss am Hafen ankommenden Fremden zuständig war.
Waldbrücken und Aussenstall unterstanden nicht den Regeln der Metropole sondern waren eigenständige Kleinstädte Andalons, die der Feste unterstanden und darum im Notfall nicht mit Stadtwachen sondern mit Angehörigen der Armee besucht wurden.