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Das Wappen des Kansar Tharan.

Das Wappen des Kansar Tharan.

Hochland von Tharan - Provinz in Quadrophenia

Tharan - Die Provinz

Das Hochland von Tharan ist ein Kansar des Reiches Quadrophenia und wird von einem Sarai geführt, der einen ständigen Sitz im Reichsrat hält.

Tharan - Das Volk

Die Gemeinschaft wird zentralistisch geführt und organisiert sich feudal. Die drei Stände des Kansar benennen sich als Krieger, Reichner und Bauern. Das höchste Ziel eines Mannes im Kansar Tharan ist es als Krieger den Gott Dondra durch den Tod möglichst vieler verfeindeter Männer zu ehren. Dabei sind die Folgen von Glaube und Liturgie gemeinhin Nebensache. Bedeutsam für das Verstehen dieser hart, unnahbar und nachgerade lebensfeindlich erscheinenden Haltung ist der Ehrenkodex, dem die Tharaner bereitwillig nachfolgen. Diese Glaubenssätze schreiben denjenigen, die sie zu befolgen vermögen ein Leben in Gehorsam vor. Im Licht des Wahren gilt es als höchste Erfüllung, das eigene Leben dem Kampf zu weihen. Die gesellschaftliche Stellung des Kriegers in Tharan kennt kein Einschränken. Der Kodex zeigt sich durchgängig streng und verweist geradlinig auf Willenskraft und Durchhaltevermögen, Maß und Enthaltsamkeit sowie Demut und Hifreichtum. Es scheint Reichnern und Bauern schwer vorstellbar, diesem Kodex während einer gesamten Lebensspanne nach zu folgen. Daher werden die Krieger Tharans geehrt und bewundert - sie lehnen es ab verehrt zu werden. Der Fremde mag töricht fragen, wie ein solches Leben geführt zu werden vermöchte. Wer die entbehrungsreiche Zeit der Kriegerschule übersteht, genießt im Volk hohes Ansehen. Sein Wort ist im feudalen Kansar schließlich Gesetz. Die Krieger verantworten das Wohl des Volkes. Sie verbinden sich mit Wohl und Wehe Tharans und seiner Bewohner, der Landschaft ebenso wie den lebendigen Pflanzen und Tieren. Sie betrachten es als ehrenvoll und hoch erstrebenswertes Gut, Krieger sein zu dürfen. Im Kansar Tharan ist es jedem deutlich, dass Kindheitswünsche, Lebensart und Ziele durch die Ständeordnung und den Kriegerkodex unverrückbar und mitnichten als willentliche Entscheidung befolgt werden. Eben in jenem, der freiwilligen Fortfolge des Gehorsams, sehen sie ihr Heil und Gedeihen. Obschon dem Krieger in Tharan dem Krieger das eigene Wort schon zur Macht gereicht, vermag er seine Geschicke mitnichten zu bestimmen. Sein Tagwerk besteht aus Meditation und Übung, Kampf und Wiederholung. Er muß Schülern Lehrstunden halten. Das Kansar zu verwalten, seine inneren Angelegenheiten zu ordnen und das Steuerwesen zu prüfen sind weltliche Aufgaben, deren Erfüllung den Reichnern obliegt. Das Festsetzen der Abgaben, die Pflege der öffentlichen Gebäude, die Gerichtstage, das sind Pflichten, welche von den Reichnern erfüllt werden. Sie sind Pächter der Krieger und erhalten so die Legitimation ihres Handelns gegenüber sowohl den Bauern als auch den Kriegern selbst. Die untere Gesellschaftsschicht der Bauern bedarf des ständigen Schutzes gegen die Gefahren und Wirren Karcanons, der ihnen ohne jeden Zweifel alljährlich gewährt wird. Sie arbeiten auf den Feldern, Wäldern, in den Ansiedlungen und mühen sich aufrichtig, manches Kupferstück beiseite zu schaffen um ihren Söhnen die Kriegerschule ermöglichen zu dürfen.

Jeder Stand zeigt sich mit den anderen verbunden und ist also auf sie angewiesen. So mehren sie miteinander Nutzen zum Wohle aller.

Tharan - Seine Geschichte

Einst drangen Horden wilder Stämme auf die Hochebene ein. Das Land wurde geplündert und verheert. Zum Schutz wurde die Kriegerkaste begründet und gab sich den Kodex, die Verfassung der Ehre, und sorgte sittenstreng für den Erhalt bedenklicher Kampfkraft. Körperübungen, Meditation, Zweikampf, strenge Nahrungsbeschränkung und maßvolles Denken besserten jeden Krieger zu einem erbitterten Gegner, so man ihn denn als Feind gegen sich sah. Die Horden der wilden Stämme kehrten wieder und sahen sich erbarmungslos dahingerafft. Vom Rausch der Selbstwirksamkeit gepackt, verkam die sinnreiche Lebensweise binnen zweier Generationen zu bloßem Ritual. Wieder fielen Plünderer über das Land her und fegten das Leben mit Gewalt aus den Hütten. Im Kansar Tharan begriff man dies als göttliches Dafürhalten und entnahm ihm ein letztes Warnen. Die Krieger erinnerten die tugendhafte Härte der Lebensweise ihrer Vorfahren, nahmen sie erneut an und erlegten sich jährliche Ermahnung an die Katastrophe auf.

Abschrift aus den Rollen der Chronik Nu'Ugun Tharan

"Die Kriegerkaste der Tharanier aber entstand nach den großen Kriegen, die unsere Ahnen heimsuchten. Aus dem Jenseits des Meeres stürzten sich fremde Kämpfer und griffen unsere Hochebenen an. Ohne Dafürhalten galt ihr Augenmerk einzig der Beute. Für einige Kupferstücke töteten sie Töchter, Schmuck und Barren aus Münzmetall aller Art brachten sie leichthin dazu ganze Dörfer nieder zu brennen. Die furchtbaren und gnadebefreiten Kämpfer errangen einen vernichtenden Sieg. Als ihre Segel am Horizont verschwunden waren, schienen die Häuser und Hütten der tharanischen Hochebenen zerschmettert, niedergebrannt und verlassen. Hatte Dondra sich von den Tharaniern abgewandt? Die Überlebenden entschlossen, sich über solch bedrohliche Ansinnen zu erheben. Ein Urfahre Steq'kers war einer derjenigen gewesen, die ihren Widerstand gegen die Plünderer überlebt hatten. Die Stämme verbanden sich und erkoren sich diesen tapferen Mann zum Anführer. Er verfügte den Kodex der Kriegerkaste und die wehrfähigen Kämpfer gelobten ihr Leben den Feinden des Volkes entgegen zu werfen. Fortan widmeten sie ihr Tagwerk der Kriegskunst, gewannen Ansehen und Einfluss und stifteten das Recht der Landzuteilung unter den Bauern. Doch wo dem sturmüberzogenen Land Vorräte und Bauholz abgerungen wurde, galt es alsbald ordnende Taten folgen zu lassen. Jene, die sich dem hingaben, begründeten die Kaste der Reichner. Die Bauern, Sammler und Holzfäller zeigten sich im selben Maße unabdingbar. So gedieh Tharan. Der Alt der Kriegerkaste, jener Urfahre des Steq'ker erfüllte das in ihn gesetzte Vertrauen, leitete die Kriegerschaft und besaß das Land zum Wohle aller. Seine Söhne erbten sein Dafürhalten. Der Alt übergab ihnen die Last des Verantwortens über alle Tharanier und festigte so die Macht. Die Krieger erhielten für ihre Dienste am Volk Teile des Landes zum Lehen. Selbes geschah den Reichnern, deren ordnende Hand den Pfad zum Wohl aller bahnte. Beide Kasten anvertrauten den Bauern bereitwillig Wildnis, Wald und Scholle an um dem Leben Erhalt zu gewähren. So wuchs der innere Zusammenhalt des Volkes der Tharanier. Schutz und Macht, Walten und Bewahren und Saat und Ernte bedingten einander. Der Alt der Kriegerkaste erinnerte, wann immer Notwende gemahnt werden musste, die Beteiligten von Ärger und Aufruhr, Zwist und Kampf an die Gefahren, die jenseits des Meeres und hinter den Bergen und Dschungeln ohne jeden Zweifel aufbegehrten und erneuerte so das Band zwischen den Tharaniern stets aufs Neue. Das innere Verbundensein und die strengen Ansprüche des Kodex der Kriegerkaste erwiesen sich als tharanische Tugenden, die trübe Gedanken feudalen Dafürhaltens leichthin zu widerlegen in der Lage schienen. Wenige Winter später geschah das bedachte, am Horizont wurden die Mastspitzen des Volkes von jenseits der See gesichtet. Der Angriff wurde abgeschlagen und endete mit einem großartigen Sieg der tharanischen Krieger. Drei Tage feierten die erleichterten Tharanier. Die nachfolgenden Jahre zeigten sich friedvoll. Doch das Erinnern an den beeindruckenden Sieg und das glorreiche Erzählen darüber, wie noch die Reste der fliehenden Flotte in den Grund des Meeres gebohrt wurde ersetzte nicht das erhärten der Muskeln im Kampf. Die Lebensweise erweichte, Genussdrang und Abschweifen benebelte den Geist des Volkes. Die Ernten gerierten sich prächtig, Gesetzesbrüche schienen ausgezogen und Macht schien sich dem Verantworten zu entledigen. Dem Alt misslangen seine Unterfangen die Kriegerkaste auf den Pfad des Kodex zurückzuführen. Bald erschienen erneut die Segel der Plünderer am Horizont. Die Kriegerschaft blieb ohne Schneid und unterlag grausam. Das Piratenvolk tilgte die Schmach der Niederlage der Vergangenheit mit Blut. Als die Sieger die Hochebene verlassen hatten, beklagte man die Toten und wählte als Nachfolger des gefallenen Alt einen neuen Fürsten. Häuser und Hütten wurden aufgebaut, Genuß und Macht aus Gaumen und Lenden dem Kodex unterworfen und Tharan heilte seine Wunden. Der Kodex erfuhr neue Strenge und fortan galt seine strikte Einhaltung als das Maß, an dem jeder gemessen wurde. Die Strafen schon für geringe Vergehen wogen fortan besonders schwer. Doch tharanische Krieger schätzen das gering. Als der Ausschluss aus der im Volk mit hohem Ansehen bedachten Kriegerkaste zur bevorzugten Strafe gewählt wurde, gelang es dem Volk sich zu reinigen. Der dondraische Glaube wurde für tharanische Krieger zur Pflicht, die ihnen hätte nicht vorgeschrieben werden müssen. In jenen Tagen erscholl der Name des verehrten Gottes vermehrt als Ruf zur Schlacht. Wie der Glaube Stärkung erfuhr, so geriet auch das Geschick des Kampfes zur Besserung. Die Tharanier begannen ihr traditionelles Signalhorn während der Schlacht zu nutzen und erreichten darin bald so großes Geschick, das ihre Strategeme und deren taktisches Umsetzen ihre Möglichkeiten bald in beobachtbare Taten wandelte. Diese Mühen sollten nicht unbemerkt bleiben. Der Herrscher Quadrophenias bot dem Alt von Tharan den Anschluss an sein Reich. Mit dem besiegelten Erblehensvertrag von Tharan schloß sich das Hochland dem Reich an und wurde dem Alt als Kansar aus der Hand des quadrophenischen Königs überantwortet. Die Kriegerkaste Tharans erfüllte fortan Dienste des Reiches und sah sich wichtigen Aufgaben zur Schutz der Grenzen, als Greifer und anderen ordnenden Obliegenheiten gegenüber. Dem Alt hingegen geriet es zusehends erschwerlicher, zwischen den Reichnern und der Kriegerkaste zu vermitteln. Bakanasan beschloß in jenen Tagen das Reich Quadrophenia anzugreifen. Tharanische Krieger begrüßten die willkommene Abwechslung. Der Alt Trogh'ker übertrug seinem Sohn Steq'ker Amt und Würden. Steq'ker handelte entschlossen und gewann zwei Burgen des Reiches Bakanasan." - Elfte und zwölfte Rolle des Nu'Ugun Tharan

Tharan - Seine Krieger

Die besten Krieger Quadrophenias entstammen dem Kansar Tharan. Noch dem Jünglingsalter verhaftet begeben sie sich auf Wanderschaft um einen Lehrmeister zu suchen. dort bleiben sie über acht und bis zu zehn Sommern. Im Alter zwischen 24 und 26 Jahren müssen sie sich in einem Kampf auf Leben und Tod bewährt haben um als Krieger des Ehrenkodex anerkannt zu werden. Ein tharanischer Krieger pflegt in dieser Lehrzeit Umgang mit zahlreichen Waffen und muss nach dem Willen seines Lehrmeisters darin exzellente Fertigkeiten erarbeiten. Ebenso werden Mentalität und Bewusstheit gelehrt und verdeutlicht. Methodisches Denken, entschlossenes Entscheiden, strategisches Vorgehen und taktisches Durchführen sind Lernfelder, in denen ein tharanischer Krieger Meisterschaft erreichen muss um den Abschlusskampf seiner Lehrzeit in Anspruch nehmen zu dürfen. Uns ist wiewohl bekannt, dass in einigen Schreibstuben Berichte vervielfältigt werden, nach denen tharanische Krieger den Kampf in geordneter Formation gering schätzen. Wer einer Kampfgruppe des tharanischen Heeres gegenüber stand und noch davon Bericht zu geben in der Lage sich zeigt, weiss wie fehl dieses Behaupten geht. Schon zu Lebzeiten erreichen die Taten tharanischer Feldherren die Annalen der Geschichtsschreiber vieler Reiche, nicht nur auf Karcanon. Es sollen tharanische Krieger gewesen sein, welche den Einsatz von Signalhörnern im gesamten Heer des Reiches Quadrophenia einforderten und sich so des Herrschers Wohlwollen versicherten.

Tharan - Seine Feste

Die tiefe innere Verbundensein miteinander zu spüren und zu vergewissern begründete das dreitägige große Tharan-Fest, das zu Ehren aller Tharanier und zur Erinnerung an die Gefallenen alljährlich abgehalten wird.

[1]

"Tausende zogen in eiserner Formation aus dem Hochland von Tharan, aus dem Land um die quadrophenische Burg Arinia, an den Bergen der Poveri entlang, um die Reste Midligurs zu retten. Zwei aus diesen Reihen aber stachen heraus, mit ihren türkisblauen Mänteln, ihren strahlenden Roben und dem unverkennbaren Licht an ihren Stäben, das ein wenig von der göttlichen Kraft wiederspiegelte, die sie durchflutete. In wildem Galopp zog es sie von Arinia in die ligurischen Berge, wo sie gemeinsam eine Zeremonie vollführten, bei der das Tanzen der Puppe mit den Federn von Riesenadlern in der wirbelnden Luft nur einer der offensichtlichsten Aspekte war. Karhim Crym, der Reichshohepriester Quadrophenias, und Gepen von Chita, zwei der Hohepriester des Dondra im Reich des Dschungels, waren gekommen und mit einem gemeinsamen, kraftvollen Ritual erzeugten sie einen magischen Sturm, einen Zauberwind, der die WOLKE über die Klippen ins düstere Meer des Ophis, und als sie einmal mehr dagegen anbranden wollte, in einem neuen Zaubersturm darüberhinaus in das Blutige Band und über die Grenzen unserer bekannten Welt, in die Ophiswelt, trieben. Diese Gefahrenquelle zumindest war, für diese Zeit, vom Winde verweht."
―Weltbote 62 [Quelle]


  1. Segmentshütergeprüfte Reichskultur