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Adoras - BRG

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Adoras, auch Adorburg genannt, ist eine Burg in der Hauptmannschaft und ehemaligen Landschaft Adoras im Waldland Calvastar auf Silur. Gegenwärtiger (436 n.P.) Burgherr ist Graf Corrant Värmann. Sein Schwiegervater, Lord Aron D'Arroc war bis zum Jahre 414 n.P. sein Vorgänger. Sie ist im Dachsmond des Jahres 442 n.P. eine Station auf der Reise von Prinz Berendor und Elfenkönig Katuum und wird dort ausführlich gewürdigt.

Die Adorburg - Anfang des Dachsmondes 442 n.P.

Die Adorburg war im Befreiungskrieg 412 n.P. unverteidigt und unbeschädigt in die Hände der Lichtliga gefallen. Dennoch hatten die Silurer für die riesigen Mauern keine Verwendung, die militärische Verteidigung der Insel konzentrierte sich auf die Flussburg in der Savremündung und auf die Hauptstadt Belfalas. Graf Corrant Värmann nutzte die Ställe der Befestigungsanlage, in welchen zu Kriegszeiten 5000 Rösser eingestallt werden konnten zur Pferdezucht, im Bemühen, aus den edlen Hengsten Bakanasans und dem Calvastar, dem robusten Gebrauchspferd Silurs bessere Reit- und Zugtiere zu züchten. Seine jüngere Tochter Ridda führt die Pferdezucht fort. Seine mittlere Tochter Helne dient dem Reiche Silur als Ulf- da- Echorsa der Außenkammer, ihr Amt entspricht dem eines Außenministerials im Kaiserreich. Das älteste Kind, die Erbtochter Lexue hingegen ist eine gelehrte Büchernarrin. Sie bot dem Reich Silur die leerstehen Quartiere der Krieger, die Depots und Verwaltungsgebäude zum Umbau in eine große Bibliothek an. Silur nahm mit der Hinwendung seiner Kultur zum Magischen und Spirituellen gerne an. So ist die Adorburg heute zugleich Gestüt und Bibliothek.

All das erklärt die Druidin Beileth Jostalbreen Berendor und Katuum, während sich ihre Gruppe den Mauern nähert. Vor den Toren hat Familie Värmann Aufstellung genommen, umgeben von Bibliothekaren und Reitknechten, Hufschmieden und Buchbindern. Als die Gäste aus dem Wald treten bricht Jubel aus. Graf Corrant und seine Tochter Ridda bringen die beiden besten Pferde ihrer Zucht heran, so dass Elfenkönig Katuum und Prinz Berendor nach alter Adelssitte hoch zu Ross in die Burg einziehen, während der Graf und seine Tochter die Tiere führen.

Der Aufenthalt der Ehrengäste währt einige Tage, in denen sie Gelegenheit haben, den Betrieb in den Ställen und vor allem in der Bibliothek kennenzulernen. Gräfin Lexue erklärt, dass das Gold zur Gründung der Büchersammlung weniger in die Gebäude, welche ja im wesentlichen standen geflossen sei sondern vor allem in die Anstellung von Scharen von Kopisten und Schreibern.

Aufgabe der Schreiber ist es, sich Gelehrten als Helfer zur Verfügung zu stellen, dass diese ihr Wissen festhalten können, damit es der Nachwelt erhalten bleibt und schließlich in der Adorbibliothek nachgelesen werden kann.

Die Kopisten hingegen sollen vorhandenen Bücher in den Zentren der Zivilisation abschreiben, etwa in der Großen Bibliothek von Organ-Dyl, in Carthanc mit seiner Nationalbibliothek und seinem Historischen Museum, in Esoteria wo mit der Bibliothek der Rätsel, der Bibliothek der Linien und der Bibliothek der Erinnerungen gleich mehrere bedeutende Institutionen zu finden sind, oder in Chalkis mit der Palastbibliothek und der Kaiserlichen Bibliothek. Auch andere Orte der Gelehrsamkeit sollen sie besuchen, etwa die Philosophischen Gärten in Dunster in Athanesia und die Philosophenschule von Helion. Weitere Ziele sind Tempel mit ihren oft reichen Büchersammlungen, wo die Kopisten hoffentlich in Begleitung von Priestern des KRANGOS, des Großen Tempels des Pantheons willkommen sind. Auch die großen Handelsstädte sollen bereist werden, Hermund etwa oder die Tribenburg auf Thersland, wo sicher für klingendes Gold Schriften oder Genehmigungen sie abzuschreiben zu erwerben sind. Geplant sind sogar Expeditionen über die Grenzen Karcanons. Sobald es sich einrichten lässt soll die von Silur und Yslannad gemeinsam betriebene Seefahrerschule in Llandia ermuntert werden Expeditionen zu fernen Bibliotheken durchzuführen, etwa nach Atanimar auf Corigani, wo in der Stadt des Bardentreffens eine bekannte Bibliothek steht, nach Tarn-A-tuuk auf Kiombael, wo die Große Bibliothek in Alar-took lockt oder nach Rûnor auf Karnicon, wo die Tempel des Thagoth bedeutende Büchersammlungen verwalten.

Natürlich wird auch Katuum als König von Taron don Umn umgehend auf die Elfenbibliothek an der Schule der Weisen im Tal des Lebens angesprochen. Da dieser Ort nur Elfen zugänglich ist können vielleicht kopierte Schriften getauscht werden. In der Hoffnung künftig Bücher zu erhalten schenkt ihm Gräfin Lexue einen kostbar gebundenen Text, in dem das Wissen Silurs über die Elfenvölker der Insel gesammelt ist, über die Katary, die Feidra und die Dunkelelfen, alles ergänzt um Notizen von Eilamee, der Seeelfe aus der Armee des Vargas von Tronja über das Wasservolk. Sie war mit einer Gefährtin vor Jahrzehnten im Befreiungskrieg auf dem Eiland Kamoe gestrandet, wurde unlängst von einer Magisterin der Magierakademie ALMAKAN gefunden und lebt erst seit kurzer Zeit auf Silur.

Zugleich erhält Prinz Berendor eine Prachtschrift mit der Schilderung der Befreiung Silurs, samt einer Kopie des Anhangs, der vor einigen Jahren nicht nur aus den Bibliotheken seines Vaters sondern auch aus anderen Archiven verschwunden ist.

In der Adorburg wird über die Route der Gäste durch Silur beraten. Dem Vorschlag der Gräfin Ridda von Värmann folgend entscheidenden sich die Reisenden den neuen Prozessionsweg zu wählen, einen Abstecher zum Großen Lichtberg mit dem Stein der Dena zu machen und anschließen den KRANGOS, den Großen Tempel des Pantheons in Morossos zu besuchen. Von hier aus soll über Gebirgspfade die Ordensburg des Weißen Kreuzes, zugleich Stützpunkt der Traumritter auf Silur und anschließend Berendors Grafschaft Vrenschild erreicht werden. Der Rückweg soll durchs Savretal führen, wo in der Hauptstadt Belfalas dem Kronprinzen Dorim und seiner Frau Reiji Aufwartung gemacht werden soll. Er ist zwar Herrscher, hat aber den Königstitel noch nicht angenommen. Letzte Station auf Silur sei die Magierakademie ALMAKAN. Von dort wollen Katuum und Berendor zusammen mit den Elfenlehrern, welche dort schon länger als ein Jahrzehnt wirken Silur verlassen, mit ihnen gemeinsam auf deren Flugechsen reitend.